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Petice Chytrá energie

Gerade wurde die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll offiziell gestartet. Eine Umfrage zeigt: Deutsche sind beim Zeitplan skeptisch. Ein Drittel geht davon aus, dass es gar keine Einigung geben wird.

Berlin – Nur eine Minderheit der Deutschen glaubt daran, dass bis 2031 ein Standort zur Endlagerung hochradioaktiver Abfälle gefunden sein wird. Das zeigt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Deutschen Atomforums (DAtF), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Rund ein Drittel der Befragten geht sogar davon aus, dass es zu gar keiner Einigung kommen wird, wo in Deutschland ein Endlager entstehen könnte.

Am Dienstag hatte die neu gegründete Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) offiziell den Prozess zur Standortauswahl gestartet. Das zugrunde liegende Standortauswahlgesetz, nach dem bis 2031 ein Standort für den stark strahlenden Abfall gefunden werden soll, war bereits im Frühjahr von Bundestag und Bundesrat verabschiedet worden. Grundsätzlich kommen alle Regionen in Deutschland für ein solches Endlager in Frage. Ausgangspunkt ist die „weiße Landkarte“, die eine unvoreingenommene Suche garantieren soll. Keine Region, kein Standort ist tabu, bevor nicht intensive geologische Prüfungen vorgenommen wurden.

Der Termin 2031 gilt zwar als ambitioniert, aber auch als notwendig, um bei diesem ungelösten Thema vorwärts zu kommen. Bislang lagern die stark strahlenden abgebrannten Brennelemente in Castor-Behältern in Zwischenlagern in unmittelbarer Nähe zu den Atomkraftwerken, deren Zulassungen aber auslaufen, bevor ein neuer Standort gefunden und endgültig fertiggestellt ist.

Laut Allensbach-Studie plädiert eine Mehrheit von 51 Prozent der Befragten zur Lagerung der hoch radioaktiven Abfälle wie bisher an den bestehenden Standorten der Kernkraftwerke, bis ein Endlager in Betrieb genommen werden kann. Nur 19 Prozent befürworten eine zentrale Zwischenlagerung am Standort des zu errichtenden Endlagers. Wenn die bestehenden Zwischenlager weiter genutzt werden sollen, müssen ihre Betriebsgenehmigungen jedoch verlängert werden.

Quelle: Handelsblatt

Pavel 27.09. 2017

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