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Chytrá energie

Bevor das seit Monaten stillstehende Atomkraftwerk Leibstadt AG wieder angefahren wird, soll Klarheit herrschen über die Ursache der Korrosionsschäden an der Anlage. Das fordern über ein Dutzend Schweizer und deutsche Organisationen.

Die Gruppe, zu der die SP Schweiz, die Grúnen Schweiz und Greenpeace gehören, wandte sich am Samstag mit einem den Medien zugestellten Schreiben an den Bundesrat und an die Aufsichtsbehörde ENSI. Die Rostschäden an den Brennstäben würden von den AKW-Betreibern und den politischen Instanzen zwar ernst genommen, schreiben sie.

Doch eine wissenschaftliche Darstellung der Ursache der Schäden habe es bisher nicht gegeben. Die winzigen Korrosionsschäden könnten zu Lecks führen, die eine Kaskade von selbstbeschleunigenden chemischen und nuklearen Reaktionen auslösen könnten. «Eine grössere Havarie könnte im Kernkraftwerk entstehen.»

Die Organisationen wünschen sich offene, proaktive Information und sie plädieren dafür, dass in der Aufsichtsbehörde ENSI, dem ENSI-Rat und der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) auch gegenüber Nuklearenergie kritische Fachleute Einsitz nehmen.

Bevor diese Anliegen erfüllt seien, dürfe Leibstadt nicht in Betrieb gehen, lautet die Forderung. Einen Verzicht auf das Wiederanfahren des AKW verlangt in einem Brief an das ENSI auch der Trinationale Atomschutzverband (TRAS). Die Gefahr einer «Black Box» sei zu gross. Unabhängige Fachleute sollten die Anlage unter die Lupe nehmen.

Pavel 17.02. 2017

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