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Chytrá energie

Derzeit sind alle kommerziellen Atomkraftreaktoren in Japan in Folge der Fukushima-Havarie vom Netz genommen und die Wirtschaftsministerin Yuko Obuchi rechnet nicht damit, dass das Land auf absehbare Zeit neue Atomkraftwerke bauen wird.

Japans neue Ministerin für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti), Yuko Obuchi, rechnet nicht damit, dass in dem ostasiatischen Land auf absehbare Zeit neue Atomkraftwerke gebaut werden. In einem Gruppeninterview japanischer Medien sagte sie, die existierenden Atomrektoren würden derzeit gründlichen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen, berichtete die „Japan Times“ in ihrer Freitagausgabe. Die Ministerin rechnet daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit dem Bau neuer Meiler.

Das Meti ist in Japan besonders eng mit den Unternehmen der Energiewirtschaft verflochten. Es wird daher damit gerechnet, dass sich auch die neue Ministerin Obuchi weiter massiv für Atomkraft in Japan einsetzen wird. In dem Interview sagte sie, ihre wichtigste Aufgabe sei jetzt, das Vertrauen der Bevölkerung an den Orten zurückzugewinnen, in denen die Atomreaktoren schon bald wieder ans Netz gehen sollen. Derzeit sind alle 48 kommerziellen Atomkraftreaktoren Japans in Folge der Havarie im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi im März 2011 vom Netz genommen. Die ersten beiden Reaktoren, die die neuen, strengeren Sicherheitsauflagen erfüllen, sollen noch in diesem Herbst in Sendai in der südwestlichen Präfektur Kagoshima wieder in Betrieb genommen werden.

Wie die Elektrizitätswerke von Kansai am Freitag mitteilten, erwägt der Konzern, zwei Jahrzehnte alte Atomreaktoren im Westen Japans endgültig stillzulegen. Es handelt sich dabei um die mehr als 40 Jahre alten Reaktoren 1 und 2 des Atomkraftwerks Mihama in Westjapan. Ministerin Obuchi erklärte, dass die Regierung diesen Schritt unterstütze. Das Meti erhofft sich, dass die Zustimmung der Bevölkerung zur Wiederinbetriebnahme der Atomreaktoren wächst, wenn alte Reaktoren endgültig stillgelegt werden.

Quelle: Faz.de

Pavel 16.09. 2014

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