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Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí o.s.

stav temelina 1.blok 1. Blok JE Temelin pracuje stav temelina 2.blok 2. blok JE Temelin nepracuje pro vymenu paliva


Petice Chytrá energie

Der Ausgangspunkt ist auch für die Tschechische Republik die Prediktion des strukturieren Verbrauches der Brennstoffe und Energien. Erst davon kann man die Struktur, den Typ und die Zuteilung der Quellen formulieren.

Der Energieexperte Vratislav Ludvik hat zum Thema der Energiezukunft Europas, also auch der tschechischen Energiezukunft, bereits geschrieben. Laut ihm ist aber repetitio mater studiorum est und außerdem sieht es so aus, dass seine vorherige Schlussfolgerung über den niedrigeren Energieverbrauch stärkt.

Entwickelte Mitgliedstaaten der Europäischen Union, zu denen wir uns reihen, erreichten das historische Maximum des Energieverbrauches noch vor dem Jahr 2010. Und nach dem Zeitraum der jetzigen Stagnation wird ein langjähriger Rückgang folgen. Die Veränderungen kann man nicht nur im Bereich der absoluten Höhe des Energieverbrauches erwarten, sondern vor allem in ihrer großen strukturellen Veränderung.

Deutschland, Leader der europäischen Ökonomik, hat als erstes Land begriffen, dass etwas ganz Neues kommt. Und deswegen geht seine langfristige Energiepolitik aus der Voraussetzung einer schrittweisen Verringerung des Energieverbrauches hervor, ohne dass das prognostizierte starke ökonomische Wachstum in Frage gestellt wäre.

Es sieht aber aus, dass bei uns die Erwägungen des Staates und der Investoren wegen aus Trägheit der langfristigen Art und weise des Denkens zu künftigen Problemen führen. Ein gutes Beispiel ist die Bemühung um den Bau neuer AKW – Blöcke im Atomkraftwerk Temelin. Die Verve, mit der alle den Bau starte würden, ist vor allem aus den Aussagen unserer Politiker sebhab, wobei im Grunde nicht wichtig ist, aus welcher politischen Partei (außer den Grünen, die nicht im Parlament sind) sie kommen. Es gibt aber ein Problem – damit das Projekt mindestens teilweise rentabel ist, müsste der Preis des Kraftstroms 120 Euro pro Megawattstunde (Mwh) erreichen. Die Wirklichkeit ist aber so, dass der derzeitige Preis auf den europäischen Börsen ca. ein Viertel des Limits der Effizienz der Investition ins Atomkraftwerk erreicht. Wie findet sich mit dieser Tatsache unsere politische – und teilweise auch fachliche Öffentlichkeit ab? Es gibt im Grunde zwei Gruppen:

  • Lotteriegruppe

  • Räuberische Gruppe

Die Lotteriegruppe setzt voraus, dass bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Preis des Kraftstroms über die Grenze steigen wird, die die Rückvergütung der investierten Kosten sichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert, liegt fast bei Null, was wäre aber, wenn…

Wenn die Lotteriegruppe im Eden der Irren und falscher Hoffnungen lebt, ist die räuberische Gruppe viel realistischer. Sie weiß nämlich, dass die Erreichung solcher hohen Preise eine Utopie ist. Der Unterschied zwischen dem Marktpreis des Kraftstromes und dem Strom aus Temelin müsste der Stromabnehmer bezahlen, und das nicht die Industrie, sondern die Haushalte. Damit würde sich die gleiche Situation wiederholen wie im Falle der Fotovoltaik. Es reicht doch, dass der Staat den Endpreis des Temelin – Stroms garantiert, ohne Rücksicht darauf wie hoch er ist.

Aus allen diesen Debatten habe ich den Eindruck bekommen, dass in der Tageseile die grundsätzliche Frage vergessen wurde: warum ist der Preis des Kraftstromes so niedrig? Die Erklärung, dass es in der Folge der Wirtschaftskrise ist, hinkt. Dabei ist es offenbar, dass es wegen des grundsätzlichen ökonomischen Gesetzes des Angebotes und der Nachfrage ist. Europa hat einfach Überschuss an Kraftwerkquellen, wobei der Verbrauch stagniert oder ein bisschen sinkt (hoch entwickelte EU – Länder). In Deutschland werden aus dem Grund nicht nur Atomkraftwerke, was eine politische, aber weise, Entscheidung ist, aber auch neue Gaskraftwerke, die im eingeschränkten Betriebsregime für die Deckung der kurzfristigen Stromabnahmespitzen jede ökonomische Effizienz verloren haben. Paradoxerweise wird damit die Produktion in den Kohlekraftwerken verstärkt.

Wenn wir uns die Tschechische Republik anschauen, stellen wir fest, dass wir über eine installierte Kraftwerkleistung verfügen, die zweifach den tschechischen Stromverbrauch übersteigt. Unser Problem wird also in der nahen Zukunft eher sein,wie wir die große Zahl der Produktionsquellen zu reduzieren oder zu restrukturalisieren, als ob neue zu bauen.

Der Stromexport selbst, in dem wir die erste Geige spielen, ist nämlich auch nicht mehr so günstig wie früher. Es zeigt sich unter anderem damit, dass ab und zu die Leistung beider unserer Atomkraftwerke verringert werden muss. Das muss sicher nicht weiter kommentiert werden.

Der nächste Grund, warum ich eine Verringerung des Energieverbrauches in Europa voraussetze, ist seine demografische Entwicklung. Für Interessierte biete ich einen Link auf die Webseite der Tschechischen Statistischen Behörde, wo man die erwartete Entwicklung der Population der Tschechischen Republik in diesem Jahrhundert gut sehbar ist. Im Unterschied zu einer Reihe von anderen Prognosen ist die demografische relativ treffend. Die Autoren unseres Aktualisieren Staatsenergiekonzepts verheimlichen zwar die Verringerung der Bewohnerzahl in Tschechien nicht, sie kontrieren aber mit der erwarteten Erhöhung der Zahl der Haushalte, was als Paradox klingt. Sie sagen dabei aber nicht, dass sich das möchte Wachstum in den sog. Singles – Haushalten abspielen wird, deren Energieverbrauch meistens ganz geringfügig ist. Davon geht eine wichtige Schlussfolgerung hervor – das Staatsenergiekonzept darf man in Zukunft nicht mehr als Päan (Lobgesang) auf Quellen erstellen, sondern als Analyse, Prediktion der Entwicklung des Energieverbrauches, und das inkl.des Exportpotenzials. Erst aus dieser Analyse kann man Varianten des notwendigen Energiemixes und Schritte ableiten, die zu ihrer Erreichung führen. Für mich ist der Gleichlauf von vier Entwicklungstrends wichtig:

  • die angeführte Verringerung der Energieabnehmerzahl

  • große Verringerung der Energieaufwändigkeit der Energieverbraucher und Maschinen

  • Wachstum des Anteile der Objekte mit einem niedrigen Energieverbrauch

  • ökologisch motivierte Bemühung um die Verdrängung der größten Emissionsproduzenten aus Europa, wie Eisenwerke, Stahlwerke usw. Die gehören jetzt gleichzeitig zu den größten Stromverbrauchern

Aus der demografischen Sicht geht noch einer langfristiger Trend hervor:

- relative und absolute Verringerung des Anteils der arbeitsfähigen Bewohner

Die Folge ist die Verschlimmerung des Verhältnisses des Durchschnittslohns und der Altersrente. Einfach gesagt, die Rentner werden ihren Energieverbrauch minimalisieren müssen, und das aus rein ökonomischen Gründen (übrigens ist es schon heute der Fall). Die einzig mögliche Lösung ist also eine größere Geschwindigkeit der Verringerung der Energieaufwändigkeit sowohl bei den Produkten, als auch bei den Bauten.

(Anmerkung: Wenn die 300 Milliarden Kronen, die in den Temelin – Ausbau investierten werden sollen, in die Programme der Verringerung des Energieverbrauches investieren würde, wieviel Energie würden wir in diesem Land verbrauchen?)

Autor: V.Ludvik, Quelle: Ceska pozice

Pavel 14.01. 2014

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