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Chytrá energie

Den stellvertretenden Industrieminister Tomas Hüner wird auf dem Schlüssel – Energieposten Frantisek Pazdera ersetzen. Auf einem der wichtigsten Beamtenposten im Land bereitet man in den nächsten Tagen einen Austausch vor. Den stellvertretenden Industrieminister Tomas Hüner wird Frantisek Pazdera ersetzen – also ein Mann mit dem Ruf eines Atom-Fans, der einer Kritik deswegen steuert, dass er den megalomanischen und nicht realistischen Ausbau der Atomenergie in Tschechien unterstützt. Mit der Information über den Austausch kam als erster der Server Ceska pozice.

Frantisek Pazdera, der bis jetzt in der Stromgesellschaft CEZ wirkte, ist laut vielen Quellen der Hauptautor der Arbeitsversionen der neuen tschechischen Energiekonzeption, die auf die Öffentlichkeit entwichen sind. Alle rechnet mit einem massiven Ausbau der Atomenergie, in Tschechien sollen bis zum Jahr 2025 bis zu 14 neue Atomblöcke errichtet werden.

Gut informierte Quellen machen darauf aufmerksam, dass Pazdera solch ein Szenario nicht vorbereiten würde, wenn er dazu keinen politischen Auftrag hätte. Massiver Ausbau der Atomenergie hat in Tschechien Unterstützung der Bürgerdemokraten (ODS), inkl.des Premierminister Petr Necas und des Industrieministers Martin Kocourek, aber auch zum Beispiel des Chefs des Wirtschaftsausschusses Milan Urban (Sozialdemokrat). Der gibt jedoch zu, dass es sich wahrscheinlich nicht gelingen wird, 14 neue Blöcke zu errichten. Die Pläne, laut denen die Atomenergie einen 90%-igen Anteil an der Stromerzeugung erreichen soll, sind vorsichtig übertrieben, damit die tschechischen Atobefürworter minimal einen Majoritätsanteil erreichen können.

Tomas Hüner, der eine wichtige Person der tschechischen Energiewirtschaft ist, wird wahrscheinlich Chef des Aufsichtsrates der Energiefirma CEPS und des Strommarkt-Operators (OTE) bleiben. Hüner sah ein Risiko auch beim Bau neuer Blöcke in Temelin. „Ich wäre glücklich, wenn sie fertiggebaut würden, es wird jedoch so viele Beschwerden damit geben, dass es anders ausfallen kann,“ sagte er.

Pavel 06.10. 2011

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