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Chytrá energie

Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist für Europa machbar und bringt langfristig Vorteile. Das besagt eine vom Land OÖ in Auftrag gegebene Studie. Für einen Atom-Ausstieg will Rudi Anschober (Grüne) auch eine internationale Kampagne starten.

Ein Ausstieg aus der Atomkraft ist laut Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) dringend nötig, denn mehr als die Hälfte der verbliebenen AKW in Europa seien an die Grenze ihrer Lebens-Erwartung gekommen. 124 Atomkraftwerke sind innerhalb der EU noch in Betrieb, mehr als jedes zweite ist bereits älter als 30 Jahre. Doch, während etwa Deutschland in den nächsten vier Jahren gänzlich aus der Atomkraft aussteigen will, ist in vielen anderen Ländern eine nahezu unbegrenzte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken üblich.

Rudi Anschober, der die „Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg“ mitbegründet hat, will neben einem Stopp der Subventionen für Atomreaktoren auch erreichen, dass es EU-weite Regelungen gegen die nahezu unbegrenzten Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke gibt.

Eine vom Land Oberösterreich in Auftrag gegebene Studie beim Seri-Institut zeigt laut Anschober klar, dass Europa vom Ausstieg aus der Atomkraft profitieren würde – in Sachen Umweltschutz, aber auch wirtschaftlich und beim Energieverbrauch, den in Zeiten von Solarenergie und Windkraft sei Atomenergie nicht mehr konkurrenzfähig.

Anschober will die erwähnte SERI-Studie über die Machbarkeit eines Atomausstiegs in Prag präsentieren. Außerdem hofft er auf eine baldige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) in Sachen „Hinkley Point C”. Österreich hat ja gegen Subventionen für den Bau des britischen AKW Hinkley Point geklagt. Entscheidet nun auch der EUGH gegen die staatlichen Beihilfen für Hinkley Point, seien auch alle anderen AKW-Projekte wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, sagt Anschober.

Pavel 28.02. 2018

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